Hallstattzeit / Frühlatènezeit am Ipf
Hallstattzeit / Frühlatènezeit am Ipf

Der Ipf im 6. und 5. Jh. v. Chr.

Die Wälle am Ipf

Vom 7. - 5. Jh. v. Chr. hat sich im Gebiet um den Ipf ein Machtzentrum mit zunehmender Reichweite ausgebildet. In der frühen Hallstattzeit war die Region der Mittelpunkt des Gebietes der sogenannten Ostalbkeramik, das sich von der Heidenheimer Alb bis ins Fränkische hineinzieht. Im 7. Jh residierte die lokale Elite wohl auf dem Goldberg bei Goldburghausen. Mit Beginn der späten Hallstattzeit (Ha D) wurde dann der Ipf besiedelt. Die flachen Terassen am Osthang waren mit Rechteckhöfen bebaut, der ganze Berg von einer Mauer umgeben.

 

Archäologische Führung am Ipf, im Hintergrund der Blasienberg Archäologische Führung am Ipf, im Hintergrund der Blasienberg

Schon in der Späthallstattzeit war die Ipf- Region in ein europaweites Fernstraßensystem eingebunden. Das belegen Funde attischer Keramik aus dem 6. Jh. auf dem Ipf- Plateau. Der Ipf liegt am Rand des Nördlinger Rieses, das mit dem Durchfluss der Wörnitz in die Donau einen bequemen Durchgang durch die Schwäbische Alb bietet.

 

Seit Beginn des 5. Jh. v. Chr. hat sich das Netz der europäischen Verkehrswege verlagert. Davon hat die Ipf- Region anscheinend noch mehr profitiert. Wie die jüngsten Grabungen nahelegen, hat der Berg in dieser Zeit seine heutige Form bekommen. Das Plateau wurde planiert und die Wallanlagen zu einer kompakten und vor allem in östliche Richtung äußerst eindrucksvollen Anlage umgestaltet, die Macht und Selbstbewusstsein des Volks am Ipf ausdrückte.

 

Neue Grabungen am Rand der fränkischen Alb (Markus Schußmann) machen wahrscheinlich, dass die Macht der Leute vom Ipf bis in die Gegend des heutigen Greding reichte (nahezu 100 km Luftlinie). Damit hätten die Leute vom Ipf alle wichtigen Fernstraßen nach Italien kontolliert und damit einen Großteil des Zinnhandels zwischen Britannien und Italien.

 

Mehr zum antiken Fernhandel





Teuta Opie - Frühe Kelten am Ipf

Historische Darstellungsgruppe

Hallstatt- und Frühlatènezeit

(6.- 5. Jh. v. Chr.)

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Heike Rau

Erstellt mit 1&1 MyWebsite Privat.